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Sonntag, 29. Januar 2012

Wer bekommt wann Rente?

Seit diesem Jahr steigt nun das gesetzliche Rentenalter weiter. Wie lange müssen sie arbeiten? Wissen sie das?

Aus untenstehender Tabelle erfahren sie, wie lange sie arbeiten müssen.

  • Jahrgang 1947 65 Jahre + 1 Monat
  • Jahrgang 1948 65 Jahre + 2 Monate
  • Jahrgang 1949 65 Jahre + 3 Monate
  • Jahrgang 1950 65 Jahre + 4 Monate
  • Jahrgang 1951 65 Jahre + 5 Monate
  • Jahrgang 1952 65 Jahre + 6 Monate
  • Jahrgang 1953 65 Jahre + 7 Monate
  • Jahrgang 1954 65 Jahre + 8 Monate
  • Jahrgang 1955 65 Jahre + 9 Monate
  • Jahrgang 1956 65 Jahre + 10 Monate
  • Jahrgang 1957 65 Jahre + 11 Monate
  • Jahrgang 1958 66 Jahre
  • Jahrgang 1959 66 Jahre + 2 Monate
  • Jahrgang 1960 66 Jahre + 4 Monate
  • Jahrgang 1961 66 Jahre + 6 Monate
  • Jahrgang 1962 66 Jahre + 8 Monate
  • Jahrgang 1963 66 Jahre + 10 Monate
  • Ab 1964 67 Jahre
Wer vor dem Erreichen des Rentenalters in Rente gehen möchte, muss mindestens 35 Jahre lang Beiträge gezahlt haben oder andere rentenrechtliche Zeiten, wie z. B. Arbeitslosigkeit, Zivil- und Wehrdienst oder Kindererziehung nachweisen. Anders wenn man 45 Rentenjahre vorweisen kann.
Anders, wer 45 Rentenjahre hat, der kann weiterhin mit 65 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen. Wer früher in Rente geht, dem werden vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters 0,3 Prozent des Rentenanspruchs abgezogen. Ein späterer Renteneintritt bedeutet, dass die Rente steigt. Auch Schwerbehinderte müssen länger arbeiten. Ihr Rentenalter steigt von 63 Jahren auf 65 Jahren. Frühestens können sie mit 62 Jahren in Rente gehen.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Mehr Rente für Frauen

Im Ruhestand mit wenig Geld auskommen, das sind vor allem Frauen. Im Durchschnitt beziehen Frauen eine Rente von ca. 487 Euro. Und die meisten, die einen Partner haben, trägt noch zum Unterhalt bei, sonst kämen sie ohne staatliche Hilfe nicht aus. Einer Studie der Uni Freiburg würden Frauen 83 Prozent mehr Rente zustehen, als sie tatsächlich erhalten oder die bisherige Prognose der Rentenkasse besagt.

Damit sie kriegen, was Ihnen auch wirklich zusteht. Setzen Sie ihre Ansprüche richtig durch. Und daran sollten sie denken:

Einer der wichtigen Hauptgründe für eine zu niedrige Rente bei Frauen ist die Ausbildung. Häufig ist bei Frauen keine Berufsausbildung vermerkt, weil einige Arbeitgeber diese Zeiten früher nicht gemeldet haben. Häufig passiert dies noch bei Familienphasen, wie Beginn einer Schwangerschaft, Rückkehr vom Mutterschutz oder Umstellung von Voll- auf Teilzeit. Doch solche Zeiten könne sie nachmelden. Hierzu fordern sie bei der Rentenkasse einen Versicherungsverlauf an und können so die genannten Daten mit ihren persönlichen Unterlagen vergleichen. Weiterhelfen kann notfalls auch die Krankenkasse, da sie mind. 30 Jahre die Berufs- und Ausbildungszeiten speichern muss. Wer Angehörige pflegt, hat seit 1995 hat ebenfalls Rentenanspruch. Dieser muss jedoch beantragt werden. Der Antrag wird an die Pflegekasse des Pflegebedürftigen gestellt. Die monatliche Rente in der Pflegestufe 1 steigt somit pro Jahr um 7,10 Euro, in der Stufe 3 um 22,31 Euro.

Auch Hausfrauen, die oft durch einen Minijob dazu verdienen, verschenken oft ihre Ansprüche. Die wenigsten stocken den Rentenbeitrag ihres Chefs freiwillig auf. Doch das lohnt sich: Wenn die Frau von ihren 400 Euro eigens 19,60 Euro abführt, erhält sie monatlich 4,08 Euro mehr REnte. Aufstocken kann diejenige, die ihrem Chef gegenber auf die sogenannte Versicherungsfreiheit verzichtet.

Und auch Frauen, die arbeitslos werden, sollten aufpassen. Wer sich nicht bei der Arbeitsagentur arbeitslos meldet, risikiert nicht nur sein Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt muss für arbeitslos gemeldete Rentenbeiträge abführen.

Dienstag, 11. Mai 2010

Jugendliche wissen zu wenig über Altersvorsorge

Dass die Rente möglicherweise nicht ausreichen wird, wissen die meisten Jugendlichen. Doch was sie dagegen tun können, wissen die wenigsten. Viele Jugendliche wissen einfach zu wenig über die Altersvorsorge. Zur Zukunftssicherung sind sie bereit, doch verstehen sie nur schwer die komplizierten Regelungen. Mehr als 50 Prozent der Jugendlichen meinten, dass sie gute bis sehr gute Kenntnisse in Sachen Finanzfragen aufweisen, doch bei der betrieblichen Altersvorsorge fehle es an Kenntnissen sowie Begriffe überhaupt erklären zu können.

Jugendforscher Klaus Hurrelmann fordert, dass die Kompetenz Jugendlicher in Sachen Altersvorsorge unbedingt gestärkt werden müsse. In der Schule müssten die Themen Wirtschaft und Finanzen eine viel größere Rolle spielen.

In einer Studie wurde nach Wissen, Einstellungen und Mentalitäten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Kompetenz gefragt. Weiter untersucht wurden ihre Kenntnisse und ihr Handeln im Hinblick auf ihre persönliche und betriebliche Altersvorsorge. Für die Untersuchung befragte TNS (Infratest Sozialforschung) 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 27 Jahren.